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Einzelhandel: Bemerkenswertes Interview mit Kik-Chef
Einzelhandel: Bemerkenswertes Interview mit Kik-Chef

Einzelhandel: Bemerkenswertes Interview mit Kik-Chef

Der Chef des zweitgrößten deutschen Modefilialisten Kik gab ein weiteres Interview. Der Einzelhandel wird im Stich gelassen, so seine Aussage gegenüber dem Handelsblatt. Patrick Zahn, so sein Name, dürfte zu den lautstärksten Kritikern der Corona-Maßnahmen gehören. „Kik“ steht für „Kunde ist König“ und macht 50% seines Umsatzes mit Artikeln bis 1,99 € bzw. 85% mit Artikeln bis 5,99 €. Vor diesem Hintergrund weist er daraufhin, dass das Online-Geschäft für Kik angesichts der Transaktionskosten keine größere Option ist. Bei Gabor Steingart kritisierte der Einzelhandels-Profi ebenfalls die Corona-Regelungen. Dort verwies er auf 6 Mio. Bundesbürger, die als Folge einer negativen Schufa-Auskunft gar keine Kreditkarte erhalten. Dieser große Personenkreis kann – wie auch Ältere ohne Kreditkarte – gar nicht Online einkaufen. Der stationäre Handel hat insofern auch eine soziale Funktion.

Das Interview ist wirklich lesenswert. Der Lockdown sei ein „Konjunkturprogramm für Amazon“. So ist es, leider. Dabei brauchen die Innenstädte den Einzelhandel. Es zeigt auch, dass angestellte Manager mit gleichem Herzblut bei der Sache sein können wie Eigentümer.

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