Unternehmensberatung für mittelständische Unternehmen mit den Schwerpunkten Finanzierung, Unternehmensbewertung (incl. Zugewinn!) und Technologie, insbesondere Robotik. Mit Sitz in München im gesamten DACH-Raum tätig.
Erzeugerpreise + 46% – Warum dies nur die halbe Wahrheit ist
Erzeugerpreise + 46% – Warum dies nur die halbe Wahrheit ist

Erzeugerpreise + 46% – Warum dies nur die halbe Wahrheit ist

Das Handelsblatt meldet für den August einen Anstieg der Erzeugerpeise um 45,8% im Vergleich zum Vorjahr. Zunächst hört sich dies unglaublich an, ist aber plausibel. Wenn sich Erdgas im Preis verdreifacht, Strom verdoppelt und die übrigen Kosten moderater gestiegen sind, kommt man in vielen Branchen schnell auf den Wert. Stichtwort Bäckereien.

Stückkosten nehmen noch stärker zu

Sollte man nun in die Kalkulation mit um 46% gestiegenen Stückkosten gehen? Nein, denn der Wert reicht nicht. Möglicherweise kommt es zu weiteren Steigerungen – dies wäre spekulativ. Definitiv sind aber Absatzrückgänge zu erwarten. D.h. die Auslastung verschlechtert sich. Der Backhofen wird als Folge gesunkener Nachfrage vielleicht nicht mehr voll bestückt, so dass der Energieanteil je Brot zunimmt.

D.h. jedes Unternehmen sollte sich jetzt Gedanken machen wie es weitermacht und dies kritisch und neutral reflektieren. Der Autor ist nicht nur seit vielen Jahren Berater, sondern bankennah mit starkem Fokus auf Controlling und Pricing.

Politik und Energiepreise

Apropos Preise und Energie: Wenn unsere Politiker sagen, dass Atomkraftwerke nur 6% der Stromerzeugnis erbringen und daher durchaus abgeschaltet werden können, verkennen sie, dass diese 6% schnell einen Preiseffekt zwischen 15 und 20% haben dürften. Auch hier gilt Angebot und Nachfrage.

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